Fortschritte bei der Prognose und Abfederung von Stromspitzen

FG Wilson Händler setzt weiteres STOR-Projekt für das landesweite Stromnetz um

Bei Stromspitzen handelt sich um ein Phänomen, von dem wir alle schon einmal gehört und zu dem die meisten von uns wahrscheinlich auch schon einmal persönlich beigetragen haben. Damit bezeichnet man einen Spitzenlastbedarf, der beispielsweise dann auftritt, wenn eine besonders hohe Anzahl von Nutzern des landesweiten Stromnetzes ihre elektrischen Geräte zum gleichen Zeitpunkt einschaltet.

Dieses auch unter dem Namen „Fernsehspitze" bekannte Phänomen sorgt regelmäßig für enorme Belastungsspitzen im landesweiten Stromversorgungsnetz Großbritanniens. Der Name rührt daher, dass diese Stromspitzen vor allem dann auftreten, wenn viele Menschen gleichzeitig dasselbe Fernsehprogramm schauen und die Werbepausen oder das Ende des Programms dazu nutzen, um sich in der Küche auf dem Herd, in der Mikrowelle oder mit einem Wasserkocher ein Heißgetränk oder etwas zu essen zuzubereiten.

Am häufigsten tritt dieses Phänomen deshalb in den Werbepausen oder am Ende einer Sportsendung, aber auch bei beliebten Spielfilmen und Serien wie X Factor, Coronation Street oder Eastenders auf. Kein Wunder also, dass die größte „Fernsehspitze" aller Zeiten nach dem Ende des dramatischen Elfmeterschießens im Halbfinalspiel der Fußballweltmeisterschaft im Juli 1990 gemessen wurde, bei dem England der deutschen Mannschaft unterlag. Damals kam es zu einer Stromspitze von unglaublichen 2.800 Megawatt.

Seitdem verwendet das landesweite Stromnetz erhebliche Ressourcen darauf, das Auftreten derartig großer Stromspitzen vorherzusehen. Selbst die kleinsten Stromspitzen können im Stromnetz zu einer Spitzenbelastung von 200 bis 400 Megawatt (MW) führen. Damit das Stromnetz in diesen Momenten nicht überlastet wird und die landesweite Stromversorgung nicht unvermittelt zusammenbricht, ist ein umfangreicher Notfallplan unter Einbeziehung des gesamten Stakeholder-Netzwerks notwendig, damit die erforderlichen Stromreserven im Bedarfsfall unverzüglich bereitgestellt und genutzt werden können.

Eine der wirksamsten Waffen, auf die das landesweite Stromnetz im Falle einer Stromspitze oder bei einem Ausfall von Stromerzeugungsanlagen zurückgreifen kann, um eine unterbrechungsfreie Stromversorgung zu gewährleisten, ist die kurzfristige Betriebssicherungsreserve STOR (engl. Abkürzung für „Short Term Operating Reserve"). Die zuvor unter dem Namen „Dauerreserve" bekannte Betriebsreserve entstand im Rahmen einer Vereinbarung, die das landesweite Stromnetz mit den Energieversorgern geschlossen hat, um kurzfristig auftretende Ungleichgewichte zwischen Strombedarf und -verfügbarkeit auszugleichen, wenn die herkömmlichen umfassenden Stromversorgungsquellen nicht mehr dafür ausreichen.

Die Progress Group, eines von 380 Mitgliedern des globalen FG Wilson Händlernetzwerks, hat die stetig länger werdende Liste seiner STOR-Projekte vor Kurzem durch die erfolgreiche Ausführung von umfassenden Installationen an drei wichtigen Standorten in Nordengland nochmals erweitert. Die zugehörigen Projekte wurden nach der erfolgreichen Beteiligung der Progress Group an einer vom landesweiten Stromnetz initiierten Ausschreibung von Abbey Power beauftragt und anschließend erfolgreich in den englischen Grafschaften Yorkshire, Lincolnshire und Nottinghamshire umgesetzt.

Durch den erfolgreichen Abschluss dieser Installationen zu Beginn dieses Jahres hat die Progress Group ihr Portfolio von Projekten, die sie seit der Auflegung des STOR-Programms vor drei Jahren dafür in ganz Großbritannien umgesetzt hat, auf 16 erweitert. An den drei Standorten dieses neuesten Projekts wurden insgesamt 61 FG Wilson Stromaggregate installiert - genauer eine Mischung aus P1875- und P550-Stromgeneratoren, die zuvor alle einzeln für die spezifischen Anforderungen des Projekts konfiguriert wurden.

Phil Starr von der Progress Group kommentiert die erfolgreiche Umsetzung des neuesten STOR-Projekts folgendermaßen:

„Wir haben uns binnen kürzester Zeit einen erstklassigen Ruf als Spezialist für die Umsetzung von STOR-Projekten erworben. Dabei bringen wir unsere sämtlichen Erfahrungen, Fähigkeiten und Kompetenzen ein, die für ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Stromangebot und -bedarf im nationalen Stromnetz und eine unterbrechungsfreie Stromversorgung unerlässlich sind. Der hervorragende Ruf der Marke FG Wilson, bei der sich unsere Kunden immer darauf verlassen können, dass ihre Stromaggregate ausschließlich nach den führenden Weltklassestandards herstellt werden, bildet dabei stets eine entscheidende Voraussetzung für die erfolgreiche Bereitstellung unserer Leistungen.

Seit dem Beginn des STOR-Programms verfolgt das Team der Progress Group eine Strategie, die gewährleistet, dass die Stromversorgungslösung, die wir für den jeweiligen Standort bereitstellen, unserem Kunden ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Eine Schlüsselkomponente dieser Strategie bildet unsere Richtlinie, die vorsieht, dass wir anstelle einer geringen Anzahl leistungsstärkerer Aggregate immer eine größere Anzahl von Stromaggregaten mit einer geringeren Leistung von 500 kVA bis 1.875 kVA bereitstellen. Am wichtigsten ist dabei jedoch die richtige Mischung, damit wir die am jeweiligen Standort herrschenden Anforderungen stets optimal erfüllen können.

„Da unsere Installationen im Rahmen der neuesten STOR-Projekte bis zu 52 Stromaggregate pro Standort umfassten, war die Planung und Entwicklung eines geeigneten Steuerungssystems, mit dem sich die Aggregate nahtlos miteinander synchronisieren lassen, für den Gesamterfolg dieser Installationsprojekte unerlässlich. Auch in diesem Punkt hat sich unsere Partnerschaft mit FG Wilson als entscheidender Vorteil erwiesen, denn mit unserer kombinierten Erfahrung war es uns binnen kürzester Zeit möglich, gemeinsam ein passendes Steuerungssystem zu entwickeln, das wir jetzt effektiv bei allen unseren STOR-Kunden einführen können."

Durch die Installationen in den englischen Grafschaften Nottingham, Lincolnshire und Yorkshire lässt sich an den betreffenden Standorten - wie bei allen anderen STOR-Projekten, die bislang erfolgreich von der Progress Group umgesetzt wurden - im Bedarfsfall für höchstens zwei Stunden pro Tag und höchsten 500 Stunden im Jahr eine zusätzliche Kapazität von 20 MW erzeugen und in das nationale Stromnetz einspeisen. Im Bedarfsfall sind die installierten Stromaggregate innerhalb von zwei bis sechs Minuten einsatzbereit. Nach dem Abschluss der Installation wird sich die Progress Group künftig auch um die langfristige Instandhaltung und Wartung der Stromaggregate an den von ihr betreuten Standorten kümmern.

Aufgrund der speziellen Anforderungen, die jedes STOR-Projekt mit sich bringt, weichen die STOR-Installationen der Progress Group in vielen Punkten von den meisten Stromversorgungslösungen ab, die der FG Wilson Händler sonst für seine Kunden bereitstellt.

Dazu sagt Herr Starr:

„Natürlich ist es auch für uns ziemlich ungewöhnlich, dass wir bei diesen Projekten an jedem Standort eine dermaßen hohe Anzahl von Stromaggregaten bereitstellen müssen. Das an sich ist natürlich kein Problem, aber die Entwicklung einer passenden Stromsteuertafel stellt uns jedes Mal vor eine große und individuelle Herausforderung. Da die STOR-Standorte ausschließlich in ländlichen Regionen liegen, müssen wir auch die jeweils vor Ort geltenden rigorosen Lärm- und Umweltschutzvorschriften einhalten."

Über ein weltweites Netzwerk von 380 Händlern betreut und unterstützt FG Wilson erfolgreich Kunden in sämtlichen Regionen der Erde. Durch die tatkräftige Unterstützung des FG Wilson Teams für Stromversorgungslösungen sind unsere Händler dazu in der Lage, sämtliche Stromversorgungsanforderungen unserer Kunden zu erfüllen - ganz gleich, wie komplex oder anspruchsvoll diese auch sein mögen.

Die Progress Group ist seit 1990 ein offizieller FG Wilson Händler und besitzt den landesweit größten Lagerbestand von FG Wilson Stromaggregaten mit einer Leistung von 9 kVA bis 2.500 kVA.