FG Wilson ist bei der Stromversorgung des Aviva Stadions am Ball

FG Wilson ist bei der Stromversorgung des Aviva Stadions am Ball

Als einer der führenden globalen Hersteller von Gas- und Diesel-Stromaggregaten erhält FG Wilson (Engineering) Ltd. zunehmend Anfragen von Betreibern von Sportarenen und Stadien, die sichergehen möchten, dass ihr Sport- und Musikveranstaltungsprogramm reibungslos läuft.

Das Aviva Stadion in Dublin, ehemals Lansdowne Road, ist ein Weltklassestandort für Rugby, Fußball, Konzerte und Geschäftskonferenzen, und alles von den Anzeigetafeln und dem Flutlicht bis zur Spielfeldbeheizung wird über die FG Wilson Generatoren mit einer Nennleistung von 6,8 MVA betrieben. FG Wilson installierte Stromaggregate in weiteren Stadien - Croke Park, Casement Park und Thomond Park - und hat dort laufende Wartungsverträge.

In seiner ursprünglichen Form war das Lansdowne Road Stadion eines der ältesten Sportstadien Europas, aber nach einem vollständigen Erneuerungsprogramm im Jahr 2007 wurde es als reines Sitzplatzstadion mit 50.000 Plätzen unter dem Namen Aviva Stadion im August 2010 wiedereröffnet.

FG Wilson wurde über den Hauptunternehmer Kentz zur Ausschreibung für die Stromversorgung eingeladen und sicherte sich dank seiner technischen Kompetenz den Auftrag für die Lieferung einer maßgeschneiderten Lösung, die wesentlich für das Aussehen und die Atmosphäre des fertigen Baus und die frühe Einbindung der Firma bei der Neugestaltung des Stadions war.

FG Wilson stellte sofort fest, dass vier Stromaggregate mit 1.700 kVA notwendig sein würden, um den Energieanforderungen dieser Anlage gerecht zu werden. Die Stromaggregate wurden in einem sehr kleinen Bereich unter der Stadionbestuhlung (Ebene 7) verborgen, sodass die Ästhetik des Stadions bewahrt blieb und keine zusätzliche Unterbringung der Aggregate in einer Lagereinrichtung notwendig war, so wie es häufig der Fall ist. Sämtliche Lüftungsanlagen, Kühlsysteme, Abgasanlagen und Schaltanlagen befinden sich ebenfalls unter dem teuren Bestuhlungssystem des Stadions. In Zusammenarbeit mit dem Projektarchitekten wurde das Abgassystem in die Polycarbonatflügel der Stadionoberfläche eingegossen, sodass es keine Vorsprünge gibt und das System nicht dem Regenwasser ausgesetzt ist. Die Abgasanlage verfügt über ein eigenes Ablaufsystem für Regenwasser.

Bei Veranstaltungen im Stadion arbeiten die Stromaggregate parallel zur ESB-Netzversorgung, um den Strombedarf des Stadions mit abzudecken und außerdem eine sofortige Notstromversorgung im Falle eines Netzstromausfalls zu bieten.

Um diese Steuerungsphilosophie liefern zu können, entwickelte FG Wilson eine vollintegrierte Steuerung auf der Grundlage der Hot-Standby-SPS-Plattform von Allen Bradley. Dies sorgte für ein hohes Maß an Systemredundanz und erhöhte erheblich die Betriebssicherheit des Stadions.

Es war wichtig, den Zeitplan für die Installation der Stromaggregate einzuhalten, da diese an Ort und Stelle sein mussten, bevor die Sitzgerüste über ihnen aufgebaut werden konnten. Jede Verzögerung bei der Aufstellung hätte Auswirkungen auf den Zeitplan für die über den Aggraten liegende Sitzplatzkonstruktion gehabt. Dieser Teil des Projekts wurde pünktlich abgeschlossen, sodass der weitere Stadionbau reibungslos verlaufen konnte.

Eine weitere Herausforderung für FG Wilson war der Geräuschpegel. Das Aviva Stadion liegt in einem Wohngebiet, daher musste die Stromversorgungslösung extrem niedrige Geräuschpegel gewährleisten. Der Pegel wurde auf 53 dBA bei 1 m festgelegt. Dies ist niedrig für diese Art von Einrichtung, aber da das umliegende Wohngebiet sehr gefragt ist, war eine minimale Geräuschentwicklung wesentlich für den Gesamterfolg des Projekts.

Um den korrekten Geräuschpegel sicherzustellen, wurden die Generatoren auf gefederte Antivibrationsdämpfer gestellt. So wurde eine Schwingungsübertragung auf die Gebäudestruktur bei eingeschalteter Stromversorgung verhindert, da die Generatoren effektiv vom eigentlichen Bauwerk isoliert sind.

Ein weiterer von FG Wilson eingebrachter Vorteil ist derjenige, dass alle externen Auftragnehmer, vom Burgerwagen und Warenverkäufern bis zu den Veranstaltungs-Crews, Zugriff auf die Stromversorgung des Stadions haben und keine eigenen Generatoren mit vor Ort bringen müssen. Das war vorher nicht möglich. Die Kapazität der FG Wilson Generatoren beträgt 5,44 MW. Der durchschnittliche Spitzenverbrauch im Aviva Stadion liegt bei 3,5 MW. Die Generatoren verfügen über einen 24-Stunden-Kraftstofftank vor Ort, der von einem Großkraftstofflagertank versorgt wird und über mehrere Tage einen autonomen Betrieb bei hundertprozentiger Last ermöglicht.

Die Stromversorgungslösung von FG Wilson bietet mit seiner Wärmerückgewinnungsanlage auch Vorteile für die Umwelt. Bis zu 750 kW Wärme werden von den Umhüllungen jeder Maschine zurückgewonnen und für die Beheizung des Spielfeldes und andere Heizanwendungen rund um das Stadion verwendet.

Das Installationsprogramm, das vom Entwurf bis zur Fertigstellung elf Monate benötigte, wurde pünktlich und budgetgerecht vor dem Eröffnungsspiel im August 2010 abgeschlossen. Seitdem fanden Hunderte von Fußball- und Rugbyspielen, Konzerte und Veranstaltungen statt, unter anderem trat Madonna vor Kurzem im ausverkauften Stadion auf.

David Blennerhassett, Handelsdirektor bei FG Wilson in Dublin: „Dies war ein sehr anspruchsvolles Stadionprojekt mit einer Reihe von Problemen hinsichtlich Geräuschentwicklung, Raumanspruch und Gestaltung. Aber indem wir das Projekt schon früh in den Griff bekamen und während des Ausschreibungsverfahrens mit M & E Consultants zusammenarbeiteten, konnten wir ein verlässliches, konkurrenzfähiges und qualitativ hochwertiges Stromversorgungsprodukt liefern, das alle ursprünglichen Erwartungen übertraf. Wir bekamen schon in der Anfangsphase viele positive Impulse, was entscheidend zur Bestimmung der Endlösung beigetragen hat."

„Das Aviva Stadion war ein unglaublich befriedigendes Projekt, auf das wir äußerst stolz sind. Im Rahmen unseres laufenden Wartungsprogramms stellen wir immer sicher, dass wir dort bei jeder Veranstaltung einen Mitarbeiter als Ansprechpartner vor Ort haben."