FG Wilson finanziert bedeutenden wissenschaftlichen Durchbruch

Spende für Tigerhai-Forschungsprojekt zahlt sich für alle Beteiligten aus

Dank eines von FG Wilson finanzierten Forschungsprojekts wurde ein bedeutender Durchbruch bei der Verfolgung der regionenübergreifenden Wanderbewegung von Tigerhaien im südwestlichen Pazifik erzielt.

Im Jahr 2009 beteiligte sich FG Wilson, der weltweit führende Hersteller von diesel- und gasbetriebenen Stromaggregaten, mit einer Spende von 5.000 US-Dollar am Tigerhai-Forschungsprogramm für das südöstliche Queensland, das von der Universität Queensland initiiert wurde.

Das Forschungsprojekt, bei dem es sich um das erste seiner Art im westlichen Indopazifik handelte, gehörte zur Doktorarbeit einer Studentin, die damit die Bewegungen von Tigerhaien (Galeocerdo cuvier) in der gesamten Region beobachten und genau nachvollziehen wollte. Dabei konzentrierte sie sich auf die biologischen und ökologischen Faktoren, die sich am stärksten auf die Wanderbewegungen der Tigerhai-Populationen auswirken.

Da der Tigerhai in der Roten Liste der Weltnaturschutzunion bereits als „potenziell gefährdete" Art eingestuft wird und unter bestimmten Umständen auch durchaus für den Menschen gefährlich werden kann, verfolgte die Studie das Ziel, nicht nur entscheidende Informationen zu den Bewegungen der Tigerhaie zu gewinnen, um künftig eine nachhaltige Bestandskontrolle und Artenüberwachung zu gewährleisten, sondern gleichzeitig auch festzustellen, wann und in welchen Regionen man am wahrscheinlichsten mit einer Begegnung zwischen Tigerhaien und Menschen rechnen muss.

Um die Wanderbewegungen der Tigerhaie genau nachvollziehen zu können, wurden diese behutsam im offenen Meer eingefangen, mit einem eigens dafür entwickelten Pop-up-Satellitensender versehen und anschließend sofort wieder freigelassen. Neben den lokalen und wanderungsbedingten Bewegungen der Tigerhaie wurden auch wertvolle Daten zur Wassertiefe und -temperatur von den Sendern erfasst und über das ARGOS-Satellitensystem an das Forschungsteam übermittelt.

Die Spende von FG Wilson wurde genutzt, um einen Tigerhai an der Ostküste Australiens mit einem solchen Pop-up-Satellitensender zu markieren. Am 25. September 2010 befestigte das Forscherteam in den küstennahen Gewässern von Noosa, Queensland, den FG Wilson Pop-Up Archival (PAT) Satellitensender an einem 3,10 Meter langen weiblichen Tigerhai. In Anlehnung an die englische Bezeichnung der FG Wilson Stromaggregate „Generators" erhielt der Tigerhai dabei den Spitznamen „Gennie".

Bonnie Holmes, die für die Ausführung der Forschungsstudie verantwortliche Doktorandin der Universität Queensland, erklärt, weshalb „Gennie" nicht nur für das erfolgreiche Gelingen der gesamten Studie, sondern auch beim Erfassen der dafür erforderlichen Schlüsseldaten eine entscheidende Rolle spielte:

„Gennies Pop-up-Satellitensender tauchte bereits nach neun Tagen - wesentlich früher als erwartet - circa 250 Kilometer vom Festlandsockel entfernt an der Meeresoberfläche auf. Die Auswertung der PAT-Daten ergab, dass sich der Sender wie vorgesehen von Gennies Körper gelöst hatte, nachdem er eine Wassertiefe von 1.980 Metern erreicht hatte. Die Pop-up-Satellitensender waren eigens dafür programmiert worden, da sie dem Druck der Wassermassen nur bis zu dieser Meerestiefe standhalten konnten.

Obwohl wir zu diesem Zeitpunkt nicht nachvollziehen konnten, ob Gennie tatsächlich in dieser eindrucksvollen Wassertiefe geschwommen oder womöglich unerwartet gestorben und lediglich auf diese Tiefe abgesunken war, waren die Daten, die uns ihr Satellitensender während dieser neun Tage geliefert hatte, für unsere Studie von unschätzbarem Wert. Laut diesen Daten hatte Gennie in diesem Zeitraum eine Strecke von insgesamt 258 km zurückgelegt, was einer mit durchschnittlich 3 km/h geschwommenen Tagesstrecke von circa 32 Kilometern entsprach. Dabei schwamm sie aktiv in einer maximalen Wassertiefe von 156 Metern und in relativ warmem Wasser mit einer Temperatur von mindestens 20,6 °C.

Glücklicherweise blieb Gennies Schicksal nach dem Auftauchen ihres Pop-up-Senders nicht lange ungeklärt, denn einige Forscherkollegen, die gerade in Neukaledonien an einem anderen Projekt arbeiteten, erkannten Gennie an den unverwechselbaren Einkerbungen an ihrer Rückenflosse, die auch auf den Fotos, die beim Anbringen des Satellitensenders in Noosa entstanden waren, deutlich zu sehen waren. Außerdem stellte sich heraus, dass Gennie bereits 2002 und 2008 in Neukaledonien gesichtet worden war und dabei jeweils eine 2.000 km lange Strecke durch das Korallenmeer bis zu den australischen Gewässern zurückgelegt hatte.

Durch die erneute Sichtung von Gennie ließ sich erstmals ein regionenübergreifender Zusammenhang zwischen den Tigerhai-Populationen im südwestlichen Pazifik herstellen. Dies wird sich künftig nicht nur weitreichend auf die regionenübergreifende Kontrolle der Fischgründe auswirken, sondern auch auf meine Untersuchungen im Hinblick auf die genetische Zusammensetzung der gesamten Tigerhai-Population in der gesamten Region, mit der ich mich im nächsten Abschnitt meiner Forschungsstudie befassen werde. Das alles wäre ohne die großzügige Spende von F.G. Wilson zugunsten meines Forschungsprojekts undenkbar gewesen."

Steve Morcom von FG Wilson sagte dazu:

„FG Wilson ist sich seiner sozialen Verantwortung als Unternehmen bewusst und hat deshalb einen globalen Plan ausgearbeitet, nach dem wir weltweit in allen Gemeinden, in denen wir geschäftlich aktiv sind, unseren Beitrag zum Gemeinwohl leisten.

Dieses Forschungsprojekt zum Tigerhai war von entscheidender Bedeutung, um diese gefährdete Art für künftige Generationen zu bewahren und wertvolle Daten zu den ökologischen und biologischen Faktoren zu sammeln, die sich auf die Tigerhai-Population im südöstlichen Queensland auswirken. Wir freuen uns natürlich sehr, dass das von uns finanzierte Projekt ein großer Erfolg war und wünschen Bonnie und ihrem Team alles erdenklich Gute für die Zukunft."